ÖGSW
Österreichische Gesellschaft der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer

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Klaus Hübner, Präsident der ÖGSW

ÖGSWissen

Leistungstrends

STUDIE. Ergebnisse einer Onlinebefragung von Ein-Personen-Unternehmen
in der Steiermark. Von Doris Wagner und Martina Sattler

Ein-Personen-Unternehmen stellen in Österreich über ein Drittel aller marktorientierten Unternehmen dar und sind eine wichtige Zielgruppe für Steuerberater. In einer Online-Erhebung zeigt sich, dass diese bereit sind, Leistungen, die über die klassischen Steuerberatungsleistungen hinausgehen, gegen Entgelt zu konsumieren. Aus Sicht der Steuerberater gilt es, diese Umsatzpotenziale mit einem zusätzlichen Leistungsangebot abzuschöpfen. In einer steiermarkweit durchgeführten Online-Erhebung (14.090 EPU in der Steiermark, der Fragebogen wurde mittels Quotenverfahren nach Sektoren an 3.180 ausgewählte EPU übersandt, der Rücklauf betrug 259 vollständig ausgefüllte Fragebögen, 252 konnten verwertet werden) wurde ermittelt, welche Leistungen Ein-Personen-Unternehmen von ihren Steuerberatern bisher in Anspruch genommen haben und welche zukünftig von Interesse sind. Als „Eisbrecherfrage“ wurde abgefragt, welche Assoziationen zum Begriff „Steuerberater“ vorliegen. Die Befragten verbinden Folgendes mit dem Begriff: hohe Kosten (13%), Finanzamt und Steuern (12,5%), Unterstützung, Hilfestellung und Entlastung (8,8%), Buchhaltung, Jahresabschluss und Steuererklärung (8,8%), Vertrauen (6%). Mehr als ein Fünftel bezeichnet das Leistungsangebot der Steuerberater als nicht ausreichend. 42,8% können fehlende Leistungen nicht ausschließen. Diese Ergebnisse sind von Alter, Geschlecht oder Sektor unabhängig. Es besteht daher Handlungsbedarf. Das Ergebnis zeigt, dass zusätzliche Leistungen – z.B. die Bereitstellung einer Netzwerk-Plattform – angenommen werden und zu zusätzlichem Umsatzpotenzial führen können. Zudem steht die Personalisierung von Leistungen des Steuerberaters an seine Klienten im Vordergrund. Der Berater als Coach, der individuell auf steuerliche und wirtschaftliche Themenbereiche seiner Klienten eingeht, gewinnt an Relevanz. Das Angebot virtueller Kanzleien und diverser Plattformen zum Wissenstransfer folgt dem Trend zur Digitalisierung. Die Unterstützung bei Innovationen sowie in der Entwicklung ist für 54,5% der Unternehmen interessant. Der Großteil der befragten Unternehmer würde Kooperationsleistungen von Anwälten und Notaren „sicher“ bzw. „vielleicht“ in Anspruch nehmen. Überwiegend uninteressant wurden die Bereitstellung von Assistenten, Bereitstellung von Infrastruktur und Organisation von Workshops mit Experten beurteilt. Die befragten Unternehmen sind auch bereit, das erweiterte Servicepaket finanziell zu honorieren. Die Erhebung zeigt auch, dass es ein Vorteil ist, betriebswirtschaftliche Leistungen stärker in das bestehende Portfolio zu integrieren, wie etwa integriertes Coaching mit ganzheitlichem Blick auf das Unternehmen oder Investitionsbzw. Finanzierungsberatungen. Diese werden von den Unternehmen derzeit vor allem in der Unternehmensberatung wiederholt in Anspruch genommen. Ein weiteres Trendergebnis aus der Erhebung ist, dass Beratungsleistungen vielseitig sein sollen. 60% der befragten EPU geben folgende Assoziationen zu Beratungsleistungen an. Die Beratungsleistungen müssen: Nachhaltig erfolgswirksam sein/einen Nutzen bringen (32,2%), leistbar sein (17,8%), transparent/wenig erklärungsbedürftig (17,1%), genau/exakt sein (6,6%). Die Beurteilung des Preis-Leistungs- Verhältnisses der steuerlichen Vertretung wird von den Unternehmen als „sehr gut“ bis „gut“ eingeschätzt. Bei der Verrechnung schätzen die Ein-Personen-Unternehmen aufgrund der Kalkulierbarkeit pauschale Abrechnung. Bei der Verrechnung von Stunden ist darauf zu achten, dass die Leistungen transparent und nachvollziehbar dargestellt werden. Zudem zeigt die Erhebung, dass EPU bereit sind, auch für das Erstberatungsgespräch ein Honorar zu bezahlen. Dieses liegt im Durchschnitt bei EUR 70,– pro Stunde (es besteht bei der Preishöhe eine hohe Schwankungsbreite zwischen den Intervallwerten; die Standardabweichung über alle Sektoren hinweg beträgt EUR 38,–), wobei bei Freiberuflern eine überdurchschnittliche und in den Sektoren Handel und Beherbergung/ Gastronomie eine unterdurchschnittliche Zahlungsbereitschaft gegeben ist.  

Bei Interesse zu den Details der Studie wenden Sie sich gerne an die Autorinnen.

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