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Fünf Dinge über das Büro der Zukunft


ZUR AUTORIN
Karin Pollack ist
Medizin-Redakteurin
beim
Standard
karin.pollack@
derstandard.at

FUTUREZONE. Die Digitalisierung verändert auch die Orte, an denen wir arbeiten. Wie werden die Büros der Zukunft aussehen? Eine Trendschau. Von Karin Pollack

Was die Digitalisierung für unsere Arbeitsprozesse bedeutet, das beginnen wir langsam zu begreifen, aber was bedeutet sie für unseren Arbeitsort? Ein paar Gedanken.

ERSTENS: Alles flexibel

Büro ist immer und überall, die Digitalisierung macht Arbeiten quasi rund um die Uhr und an jedem Ort möglich. Mehr als ein Computer und ein Zugang zum Internet ist meist nicht notwendig, deshalb, so zeigen Studien, ist das Arbeiten zu Hause zunehmend eine Option. Die Konsequenzen für Büroplaner: „Der Quadratmeter-Anteil pro Mitarbeiter wird geringer“, sagt Helmut Sattler vom Büroausstatter Neudörfler, schränkt jedoch ein: Die Mitarbeiteranzahl hat eine ganz andere Auswirkung für die Innenarchitekten. „Activity based Working“ (ABW) heißt der Fachbegriff und die neue Herausforderung. Sowie die Anzahl von Mitarbeitern variiert, hat sich auch das Anforderungsprofil an die Räumlichkeiten gewandelt. „Konzentration, Kollaboration und Kommunikation“, sagt Michael Fried, Geschäftsführer vom österreichischen Büroausstatter Bene, müssten innenarchitektonisch abgebildet sein. Konzentration heißt: Räume, in denen ungestörtes Arbeiten möglich ist. Kollaboration sind Zonen, in denen Teams zusammenarbeiten können. Unverbindliche Kommunikation wiederum soll außerhalb der digitalen Welt in Cafetarias im Büro stattfinden. Fazit: Die Verteilung und Nutzung von Räumen verändert sich grundsätzlich und Bene hat Lösungen dafür.

ZWEITENS: Alles für alle

Die Zeiten, als jeder sein eigenes getrenntes Arbeitszimmer gehabt hat, scheinen in einer vernetzten, globalisierten Welt vorbei zu sein, so jedenfalls sehen es Experten wie Markus Wiesner, vom österreichischen Büromöbelhersteller Wiesner-Hager Möbel GmbH. Es geht darum, sich sein Arbeitsumfeld flexibel zu gestalten. In der radikalen Form gibt es den persönlichen Arbeitsplatz überhaupt nicht mehr, sondern jeder Mitarbeiter sucht sich jeden Morgen wieder einen freien Tisch und klappt dort seinen Laptop für den Tag auf. Eine andere Option: Desksharing und Coworking: Die Mitarbeiter bauen sich je nach Größe einer Arbeitsgruppe ein eigenes Umfeld. Fast alle Büromöbelanbieter haben deshalb modulare Einrichtungselemente. Tische lassen sich in beliebigen Formationen kombinieren und durch Trennwände in unterschiedlichen Höhen vom Rest eines Raums abtrennen. Auf diese Weise könnte Büroarbeit auch eine neue körperorientierte Facette bekommen. Und: Wenn es um die Lagerung von Dokumenten geht, gibt es Container in unterschiedlichen Größen, in denen Papiere gelagert werden.

DRITTENS: Alles aktiver

Sitzen ist in Anbetracht der menschlichen Anatomie keine ideale Körperhaltung für den Menschen. Ausgehend von acht Stunden Arbeitszeit am Tag, wird nur ein Viertel davon stehend oder im Gehen verbracht. „Sitzen ist das neue Rauchen“, ist einer jener markigen Sprüche, die die gesundheitlichen Folgen von Büroarbeit drastisch veranschaulichen. Zu wenig Bewegung fördert Rückenschmerzen, das Volksleiden Nummer eins in der industrialisierten Welt, es ist für Übergewicht und Herz-Kreislauferkrankungen verantwortlich und spielt eine Rolle bei Depressionen. „Wir schwören auf Steh- Sitz-Arbeitsplätze“, sagt Helmut Sattler vom burgenländischen Bürolösungsanbieter Neudörfler. Dafür müsse aber die Ausstattung stimmen. Ein Tisch, so Sattler, müsse auf Knopfdruck höhenverstellbar sein, nur dann wird die Funktion auch de facto genutzt.

Wenn Stehen eine Option ist, verbessert sich auch die Gesundheit der Mitarbeiter und das wiederum fördert die Effizienz – um 30 Prozent, wie das Fraunhofer Institut im Rahmen des Forschungsprojekts „Office 2021“ festgestellt hat.

VIERTENS: Alles tipptopp

Wenn Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gerne ins Büro kommen, steigert das Wohlbefinden und reduziert Krankenstände, so jedenfalls sieht es Stephan Derr, Vorstand des deutschen Büromöbelherstellers Steelcase, in einem Interview mit der deutschen Wochenzeitung „Die Zeit“. Ein modernes Arbeitsumfeld zu nutzen, ist immer auch Chefsache. Bei Steelcase sitzen die Vorstände deshalb auch immer wieder im Coworking-Space. Wichtig, so Derr, seien Licht, Temperatur und Farben am Arbeitsplatz. Er versteht Bürogestaltung als Teil der Markenbildung eines Unternehmens. Tipptopp und innovativ kann auch die technische Infrastruktur sein. In Benes „Idealab“ wurde eine technische Infrastruktur geschaffen, um Ideen aus den Notebooks von Mitarbeitern an die Wand projizieren zu können. Zudem erfordert die Globalisierung auch oft ein vereinfachtes Umfeld für Videokonferenzen – auch solche Aktionen finden aus Gründen der Bequemlichkeit dann in Büros statt. Was noch wichtig ist: das leibliche Wohl der Mitarbeiter. Fast immer spielt eine Kaffeemaschine dabei eine tragende Rolle.

FÜNFTENS: Alles futuristisch

Visionen, wie sich das Arbeitsumfeld der Zukunft entwickeln wird, gibt es viele. Die allesentscheidende Frage dabei scheint aus heutiger Sicht der Datenschutz zu sein. So könnten Wärmebildkameras in einem Büro registrieren, wie viele Leute anwesend sind, und die Raumtemperatur dementsprechend einstellen. Wem kalt ist, bei dem schaltet sich eine Sitzheizung ein. Oder Sensoren in Schreibtischsessel könnten die Bewegungen der Büroarbeiter registrieren und sie immer wieder einmal zur Bewegung auffordern, oder dazu, ihre Schreibtische höher zu stellen und damit die Körperposition zu verändern. Solche Ideen hat Sabine Hoffmann, Professorin für Gebäudesysteme und -technik an der Technischen Universität in Kaiserslautern, die neue Wege mit Künstlicher Intelligenz im Rahmen des Living Lab Smart Office erforscht. Das Ziel sei jedenfalls das Wohlbefinden der Mitarbeiter. So sieht es auch Helmuth Satter vom Büromöbelhersteller Neudörfler, der sich sogar biorhythmische Lichtsysteme vorstellen kann und damit das Sonnenlicht nachahmt, weil es nachweislich produktiver macht. Und Produktivität bleibt das Ziel, auch im 21. Jahrhundert.

Ergebnis unserer Umfrage:

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Beruf: 51.11 %
Berufung: 48.89 %
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