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Klaus Hübner, Präsident der ÖGSW

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ZUM AUTOR
Mag. Peter Bartos
ist Steuerberater
und Wirtschaftsprüfer
peter.bartos@bdo.at

DIGITALISIERUNG. Über die aktuelle Marktentwicklung, notwendige Schritte und die Benefits der Digitalisierung. Von Peter Bartos

Digitalisierung überall: Für Unternehmen ist Digitalisierung allgegenwärtig und nichts Neues. Die zunehmende Digitalisierung im Rechnungswesen wirkt sich seit geraumer Zeit massiv auf unsere Abschlussprüfertätigkeit aus. So sind schon heute Prüfungen der anwendungsunabhängigen Kontrollen (IT-General Controls) sowie der Themen IT-Strategie, IT-Risikomanagement, IT-Organisation und der für die Rechnungslegung relevanten IT-Anwendungen oftmals ein unabdingbarer Bestandteil der Abschlussprüfung. Mittlerweile ist es State of the Art, Journal- Entry-Tests zur Fraud-Prävention und Fraud-Aufdeckung durchzuführen.

Die Wirtschaftsprüfung in den nächsten Jahren

Auch die Art und Weise der Prüfung ändert sich. Der Trend geht klar in Richtung einer systematischen Datenanalyse mit einer immer besser werdenden Visualisierung. Eine Herausforderung stellt derzeit noch der zeitnahe Import der Buchhaltungsdaten in die verwendete Prüfungssoftware dar. In naher Zukunft werden die Daten in Echtzeit zur Verfügung stehen und wohl auch mit Hilfe künstlicher Intelligenz analysiert werden können. Alle diese Entwicklungen haben massiven Einfluss auf die erforderlichen Kompetenzen der bei der Prüfung eingesetzten Personen.

Wie kann man sich dem Thema IT annähern?

Als Wirtschaftsprüfer kommt man nicht umhin, sich Daten- und Prozess- Know-how anzueignen. Warum, zeigt sich direkt in der Praxis. Führt ein ITSpezialist eine IT-Prüfung durch, kann die Verständigung mit dem klassischen Abschlussprüfer und Bilanzierungsprofi eine Challenge sein. Für die Kommunikation mit dem IT-Spezialisten braucht es auf Seiten des Wirtschaftsprüfers ausreichend IT-Wissen und der IT-Profi muss verstehen lernen, welche Auswirkungen eine falsche oder mangelhafte Dateninterpretation auf die Abschlussprüfung hat. Groß strukturierte Wirtschaftsprüfer können auf Spezialisten aus der eigenen IT-Abteilung zurückgreifen und Prüfungsteams zusammenstellen. Prüfer mit kleineren Strukturen machen sich am besten auf die Suche nach Mitarbeitern, die sich mit IT-Systemen auskennen, und nutzen die Arbeit mit den Kollegen für ein Learning by Doing.

Wie weit sind die Unternehmen bereits digitalisiert?

Auf Seiten der Unternehmen ist der Grad der Digitalisierung höchst unterschiedlich ausgeprägt: Je größer die Unternehmen sind, umso mehr Prozesse sind bereits digitalisiert. Kosten und Aufwand für die Digitalisierung werden dort klar als Benefitbringer eingesetzt und sollen langfristig revisionssichere Prozesse sicherstellen. Auch die jungen, innovativen Start-ups zeigen sich IT-affin und starten gleich vom Fleck weg digital.

Farbe bekennen und Effizienz steigern

Bleiben noch die Unternehmen, die mit der Digitalisierung noch nicht begonnen haben. A la longue sind diese gut beraten, bald damit zu beginnen und insbesondere die damit verbundene Effizienzsteigerung zu nutzen. Aus digitalen Projekten sieht man klar, dass sich durch Digitalisierung ein klarer Benefit für die Prozessabläufe ergibt. Im Zuge der Digitalisierung muss man nämlich Farbe bekennen und die Entscheidungskette definieren. Ein Herumschwindeln gibt es dann nicht mehr. Die primäre Frage, die sich stellt, ist die richtige IT-Wahl, um am Ende des Tages die gesamte Prozesskette digital zu haben. Nimmt man ein Großsystem? Oder digitalisiert man einzelne Prozesse und verbindet sie dann miteinander? Die eierlegende Wollmilchsau ist noch nicht erfunden, deshalb werden Schnittstellen auch ein Dauerthema im Digitalisierungsprozess bleiben.

Was erwarten sich Unternehmer vom Wirtschaftsprüfer?

Unternehmer wünschen sich vor allem technologische Unterstützung. Der Wirtschaftsprüfer soll Möglichkeiten schaffen, um digitale Dokumente einfach und sicher übermitteln zu können. Diese gemeinsam genutzte Infrastruktur erleichtert die Zusammenarbeit und treibt auch die Digitalisierung an sich voran, was wiederum höhere Transparenz und Revisionssicherheit für die Prüfungstätigkeit bringt. Im Umkehrschluss heißt das aber auch, je höher der Digitalisierungsgrad des Klienten, desto größer muss das IT-Wissen des Wirtschaftsprüfers sein. Es gibt daher keinen Weg um die Digitalisierung herum, sondern nur einen mitten hinein.

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