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Die Oberösterreich-Connection

Klaus Kumpfmüller

Klaus Kumpfmüller:
Seit Februar an der FMA-Spitze

PORTRÄT. Klaus Kumpfmüller ist seit Februar Vorstand der Finanzmarktaufsicht (FMA). Mit langjähriger Bankenerfahrung wird der 44-Jährige alle zukünftigen, heiklen Situationen meistern.
Von Karin Pollack

Die Sanierung österreichischer Problembanken ist EU-Sache: In den Zentralen von Hypo Alpe Adria, der Österreichischen Volksbanken AG und der Kommunalkredit hat die Europäische Union Sonderbeauftragte installiert. Sie überwachen als „Treuhänder“ die Umsetzung von Sanierungsaufgaben und nehmen an Aufsichtsratssitzungen teil , „sie sind allerdings keine Verkaufsbeauftragten“ betonten Klaus Kumpfmüller und Helmut Ettl in einer ihrer ersten gemeinsamen Pressekonferenzen. Seit 12. Februar leiten die beiden Oberösterreicher gemeinsam die Finanzmarktaufsicht (FMA). Ettl, geboren 1965, kommt aus Linz, Kumpfmüller ist vier Jahre jünger und aus Schärding. Ettl ist Volkswirt, Kumpfmüller Betriebswirt und beide haben an der Johannes Kepler-Universität studiert. Allein in ihrer politischen Ausrichtung unterscheiden sich die beiden. Rechtzeitig vor der Nationalratswahl haben die beiden großen österreichischen Parteien Schlüsselfunktionen gerecht besetzt.

Klaus Kumpfmüller hat seine Karriere als Sekretär bei Maria Fekter begonnen. 1994 war die heutige Finanzministerin Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium und Kumpfmüller als frisch gebackener Betriebswirt dort ihr Mitarbeiter. Retrospektiv scheint sie seine Arbeit geschätzt zu haben, obwohl sich die Wege der beiden nach gut einem Jahr wieder trennten. Kumpfmüller ging zurück nach Oberösterreich und startete eine Bankenkarriere. Acht Jahre lang betreute er als Key Account Manager institutionelle Kunden der Raiffeisenlandesbank, 2002 wechselte er als Leiter der Großkundenbetreuung zur Hypo Oberösterreich, die von Andreas Mitterlehner, dem Bruder des heutigen Wirtschaftsministers geleitet wurde.

Kumpfmüller kennt das Bankengeschäft aber ganz sicher in vielen Facetten. 2011 holte Maria Fekter ihn deshalb zurück nach Wien – als Geschäftsführer für Risikomanagement in der Bundesfinanzierungsagentur (OeBFA), wo sie ihn für das staatliche Schuldenmanagement verantwortlich machte. Um seine fachliche Einschätzung wurde Kumpfmüller im Zuge des Finanzlandesskandals gebeten zu klären, warum der Bund für das Land Salzburg 1,5 Milliarden Euro aufnahm. „Die Bundesfinanzierungsagentur ist ja kein Kontroll- oder Aufsichtsorgan, sondern wir haben einen klaren Auftrag unseres Eigentümers, und wir gehen davon aus, dass die Kontrollinstanzen der Länder oder der Rechnungshof dementsprechend funktionieren“, rechtfertigte er seine Behörde in einem Interview im ORF-Mittagsjournal.

Damals wusste er wahrscheinlich noch nicht, dass er nur zwei Monate später seinen Job wechseln würde. Das Finanzministerium hatte den Posten am 9. Jänner ausgeschrieben, ein Monat später endete die Bewerbungsfrist. Nachdem RZB-Manager Michael Höllerer sowie Kumpfmüllers OeBFA-Kollegin Martha Oberndorfer abgesagt hatten, konnte sich Kumpfmüller gegen Fekters Kabinettschef Gerhard Zotter durchsetzen. Am 12. Februar wurde die Entscheidung publik, der Ministerrat stimmte zu und seit 21. Februar ist Kumpfmüller im Amt.

Er gilt als professionell, verbindlich und zurückhaltend, sagen die, die ihn aus seinem Arbeitsumfeld in der Bank kennen. Emotionen leiste er sich so gut wie nie, Wutausbrüche schon gar nicht, hört man aus Insiderkreisen, die seine positive Grundhaltung als Problemlösungsstrategie zu schätzen wissen. Seine Reserviertheit hat er sich sogar in den Weiten des World Wide Web bewahrt. Alles, was man dort liest, sind die Stationen seines Lebenslaufs. Die privateste Information, die man findet, ist, dass Kumpfmüller eine zehn Jahre alte Tochter hat und verheiratet ist – und: dass seine Frau berufstätig ist.

Wesentlich wichtiger sind die Aufgaben, die vor Klaus Kumpfmüller liegen. Als Hüter von Banken, Versicherungen, Pensionskassen, Wertpapierunternehmen und Börsen wurde sein Wirkungsfeld massiv erweitert. Die rein oberösterreichische FMA-Spitze wird in ihrer Aufsichtsposition die Fehler ihrer Vorgänger rund um die großen Skandale - etwa um die Immofinanz oder die Hypo Alpe Adria – tunlichst zu vermeiden wissen. Transparenz ist das Gebot der Stunde.

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