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Österreichische Gesellschaft der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer

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„Das ist mein Tag als Berufsanwärterin!“


Rita Sarkissian ist
Berufsanwärterin

INTERVIEW. Haben Sie fünf Minuten Zeit? Dann machen Sie mit uns
einen Abstecher zu Rita Sarkissian.

Wie ist es zu Ihrer Berufswahl gekommen?

Sarkissian: Wirtschaft begegnet uns stets im Alltag. Gleichgültig ob beim Erledigen des Einkaufs, der Bezahlung von Rechnungen oder des Lesens von Nachrichten. Bedingt durch die hohe Relevanz wirtschaftlicher Themengebiete in unserer Gesellschaft, entwickelte sich bei mir sehr früh ein hohes Interesse hierzu. Dies führte auch dazu, dass ich nach meiner abgeschlossenen Matura beschloss, mein Interesse zu konkretisieren, und ein Wirtschaftsstudium ins Auge fasste. Mein Studium ermöglichte es mir, nützliches Wissen zu erlangen und hinter die Fassade komplexer wirtschaftlicher Zusammenhänge zu blicken. Mein Ziel war es, einen besonders abwechslungsreichen und zukunftsorientierten Beruf zu finden, in welchem ich dennoch Freiraum zur Entfaltung meiner Persönlichkeit habe. Aufgrund meines aufgeschlossenen Charakters war es für mich fundamental, eine beratende Tätigkeit auszuüben. Diese Gründe führten unter anderem letzten Endes dazu, dass ich mich als Berufsanwärter in der Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung wiedergefunden habe.

Wie verläuft Ihr typischer Arbeitstag als Berufsanwärter?

Einen typischen Arbeitstag in dem Sinne gibt es nicht, da ich mich täglich mit oft neuen und abwechslungsreichen Aufgaben auseinandersetze. Einen Arbeitstag im Voraus genau zu planen ist daher meist nicht möglich, da stets neue und unerwartete Themen und Fragen auftreten können. Zu meinen Hauptaufgaben zählen das Erstellen von Jahresabschlüssen und Steuererklärungen sowie das Unterstützen meiner Kollegen in der Wirtschaftsprüfung.

Durch das breite Tätigkeitsfeld und die hohe Diversität unseres Klientenstocks erweitert sich mein Horizont konstant und sorgt für einen spannenden Arbeitstag.

Inwieweit entspricht die Arbeitspraxis dem, was Sie sich in der Ausbildung vorgestellt haben?

Meine Ausbildung war für das Verständnis meiner täglichen Arbeitsgebiete ein unerlässlicher Grundbaustein, ohne den ein Verständnis über die unternehmensinternen Zusammenhänge unserer Klienten kaum möglich gewesen wäre. Ein wirkliches Gefühl über die tatsächlichen Aufgaben in einer renommierten Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungskanzlei zu erlangen, ist meiner Meinung nach jedoch in der Ausbildung kaum vermittelbar. Meine Vorstellungen über die unterschiedlichen Herangehensweisen beim Lösen der Anforderungen sind bestimmt durch die unterschiedlichen Unternehmensgrößen und deren Rechtsformen. Das Wissen, welches in der Arbeitspraxis erlangt wird.

Wie bekommen Sie Beruf und Prüfungsvorbereitung unter einen Hut?

Ich befinde mich noch nicht in der Prüfungsvorbereitung, da ich erst vor kurzem mein Studium abgeschlossen habe. Jedoch erfahren die Mitarbeiter in unserer Kanzlei jede bestmögliche Unterstützung. Sei es durch stetige interne Schulungen, externe Kurse oder auch der dargebotenen zeitlichen Flexibilität seitens des Arbeitsgebers, wie bspw. das Ausnützen von Lernurlaub. Es ist sicherlich keine leicht zu bewältigende Hürde, jedoch bin ich mir sicher, dass auch diese mit dem richtigen Engagement, ergänzt durch ein richtiges Zeitmanagement, überwunden werden kann.

Was sagen oder fragen Ihre Freunde und Bekannten über Ihre Berufswahl?

In meinen Bekanntenkreisen gibt es unterschiedliche Meinungen hinsichtlich meiner Berufswahl. Viele meiner Freunde sind mit den Aufgaben eines Berufsanwärters vertraut, da diese ebenfalls in der gleichen Branche tätig sind. Meine Berufswahl wird von meiner Familie sehr geschätzt und respektiert. Ein Arbeiten in dieser Branche ist für sie jedoch nur sehr schwer vorstellbar. Womöglich liegt das daran, dass für Außenstehende unser Tätigkeitsfeld noch etwas abstrakt und trocken scheint. Zumindest in meinem Umfeld höre ich selten, dass die Tätigkeitsbereiche meines Berufs als langweilig oder monoton empfunden werden.

Was empfehlen Sie jenen, die gerade in der Ausbildung sind?

Ich würde jedem empfehlen, der sich in der Endphase seines Studiums befindet, – egal ob Bachelor- oder Masterstudium – einem Praktikum oder einer Beschäftigung in diesem Berufsfeld nachzugehen. Diese ersten Einblicke helfen sicherlich bei den Entscheidungen der zukünftigen Berufswahl. Wichtig ist hier jedoch die Tatsache, bei der Auswahl des Arbeitgebers Acht zu geben. Ich kann mich sehr glücklich schätzen, bei der BDO mein Praktikum absolviert zu haben. Hier war ich von Anfang an ins Unternehmensgeschehen eingebunden. Mir wurde sehr schnell Verantwortung übertragen, wie bspw. das selbständige Erledigen von zahlreichen fachlichen Aufgaben, wodurch ich mich im Team sehr wohl und gut aufgehoben fühlte. Zudem kann man dann nach dem Abschluss der Ausbildung auch fundierte und facheinschlägige Berufserfahrung nachweisen.

Welche Pläne haben Sie für die Zeit nach der Berufsanwartschaft?

Über die Zeit nach der Berufsanwartschaft habe ich mir noch nicht allzu viele Gedanken gemacht, da ich, wie bereits festgehalten, vor kurzem erst mein Studium abgeschlossen habe. Ich könnte mir jedoch gut vorstellen, nach der Zeit als Berufsanwärter in meiner bestehenden Kanzlei weiterhin tätig zu sein und mehr Verantwortung, wie das Leiten von einem eigenen Team, zu übernehmen oder mich vielleicht in einem späteren Abschnitt meiner Laufbahn in die Selbstständigkeit zu wagen.

Wie wird sich Ihrer Meinung nach Ihr Beruf in den nächsten Jahren entwickeln?

Meiner Meinung nach wird sich dieser Beruf, wie auch viele andere Berufe, weiter in Richtung der Digitalisierung entwickeln. Jedoch ist es sehr schwierig, die Auswirkungen der Digitalisierung für unsere Berufswelt einzuschätzen. Meiner Meinung nach wäre es jedoch wichtig, weiterhin mit dem Trend zu gehen, um bereit für etwaige Stolpersteine zu sein, da die Konkurrenz, besonders im Bereich der Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung, stetig wächst.

Wieso entscheidet man sich als Berufsanwärter für eine große Kanzlei?

Die Möglichkeit zu erhalten, viele verschiedene und abwechslungsreiche Klienten nicht nur kennenlernen zu dürfen, sondern mit ihnen zusammenzuarbeiten, ihr Vertrauen zu erhalten und ihnen als Berater zur Seite zu stehen, waren für mich sehr ausgiebige Argumente, die meine Entscheidung bei der Wahl einer größeren Kanzlei beeinflussten.

Ergebnis unserer Umfrage:

Beruf oder Berufung, welchen Stellenwert hat Arbeit in eurem Leben?

Beruf: 51.11 %
Berufung: 48.89 %
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