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Österreichische Gesellschaft der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer

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Klaus Hübner, Präsident der ÖGSW

ÖGSWissen

Erfolgsgeheimnis Personalmanagement

Mag. Elisabeth Hubner, MSc

Zum Autor
Mag. Elisabeth Hubner, MSc ist Unternehmensberaterin und eingetragene Mediatorin
elisabeth.hubner@
consulting-team.at

HUMAN RESSOURCES. Was können Wirtschaftstreuhänder tun, um den wirtschaftlichen Erfolg durch Personalmanagement zu steigern?
Von Elisabeth Hubner

Das Personal ist in WT-Kanzleien als eine zentrale Wettbewerbsgröße anzusehen. Wertsteigerndes Personalmanagement hat zum Ziel, dass in der Kanzlei kurz- und langfristig passendes Personal verfügbar ist.

Abhängig vom Status einer Kanzlei können unterschiedliche Maßnahmen sinnvoll sein:

  • Passend zu den lang- und kurzfristigen Kanzleizielen auch Ziele für den Personalbereich festlegen.
  • Durch systematisches Personalmarketing sicherstellen, dass bei Bedarf eine ausreichende Anzahl an geeigneten Bewerbern zur Verfügung steht. Dafür sorgen, dass die Kanzlei sowohl von potenziellen Mitarbeitern als auch vom bereits beschäftigten Team attraktiv wahrgenommen wird (Empfehlungsmarketing wirkt auch am Personalmarkt!).
  • Mit sorgfältiger Personalauswahl die „richtigen Mitarbeiter“ für die Kanzlei finden, die die Anforderungen der Stelle sowohl in fachlicher als auch in sozialer Hinsicht am besten erfüllen und zur Unternehmenskultur passen. Es müssen Möglichkeiten gefunden werden, um möglichst viele und realistische Informationen zu den einzelnen Anforderungskriterien zu erhalten. Unterstützen können strukturierte Anforderungsprofile, mehrstufige Interviews, mit dem Anforderungsprofil abgestimmte Leitfäden, Fragetechniken, Testungen …
  • Durch strukturierte Maßnahmen möglichst schnell die fachliche und soziale Integration von neuen Mitarbeitern erreichen. Eine gelungene Personaleinführung erfolgt am besten als kontinuierlicher Prozess und hat zum Ziel, dass die neuen Mitarbeiter lernen ihre Arbeitsleistung im Sinne der Kanzlei zu erbringen und eine Bindung zur Kanzlei entwickeln:
    • Vorbereitende Handlungen wie z.B. Information an das bestehende Team (fördert Akzeptanz und verhindert Missverständnisse), Festlegen von Aufgaben, Verantwortungen und Kompetenzen des neuen Teammitgliedes, Übertragung von Einschulungsverantwortung an geeignete Personen …
    • Die Gestaltung der ersten Arbeitstage soll berücksichtigen, dass neue Teammitglieder in dieser Zeit besonders motiviert sind, die Kanzlei kennenzulernen. Gleichzeitig sind sie besonders leicht zu verunsichern (die Bindung ist noch nicht gefestigt). Neben einer strukturierten Einführung in die Unternehmensabläufe gibt die Begleitung durch disziplinär nicht überstellte Paten Sicherheit und fördert die soziale Integration.
  • Durch Personalentwicklungsmaßnahmen, die dem Prinzip FÖRDERN und FORDERN entsprechen, die optimale Leistungsentfaltung der Teammitglieder sicherstellen.
    • Das geschieht in der Kanzlei (Arbeitsunterweisungen, Übertragung wachsender Verantwortung, Übertragung von Sonderaufgaben, …) und mittels Fachliteratur und externen Schulungen.
    • Jährliche Mitarbeitergespräche unterstützen Führungskräfte in ihrer Aufgabe, indem gemeinsam Rückschau gehalten und die Zukunft geplant wird. Für den Erfolg sind professionelle Instrumente zur Vor- und Nachbereitung und ein vertrauensbildendes Verhalten der Führungskräfte (konstruktive und klare Kommunikation, ausreichend Zeit u.a.) notwendig.

Inhalte der Mitarbeitergespräche

  • Beurteilung der erzielten Arbeitsergebnisse und des Arbeitsverhaltens und Vereinbarung neuer Ziele.
  • Beurteilung der Stärken/Potenziale des Mitarbeiters (inkl. des Erfolgs der Entwicklungsmaßnahmen) und Diskussion persönlicher und beruflicher Zielsetzungen, die zur Umsetzung der Kanzleiziele beitragen können, samt Vereinbarung konkreter Förderungsmaßnahmen.
  • Bewertung der Zusammenarbeit zwischen Mitarbeiter und Vorgesetzten und Kollegen sowie Vereinbarung von konkreten Aktivitäten zur Verbesserung der Zusammenarbeit.

Natürlich benötigt der Einsatz dieser Maßnahmen Zeitressourcen von Führungskräften, die ohnehin knapp sind. Als Alternative ist es denkbar, manche Aufgaben an Mitarbeiter oder externe Berater zu übertragen. Beispielsweise kann die Einführung eines Systems für Mitarbeitergespräche effizient durch geeignete BeraterInnen erfolgen. Auch der Recruitingprozess ist für externe Beratung geeignet. Die Belohnung für intensive Personalarbeit wird sowohl als Entlastung für Kanzleiinhaber und Team als auch im wirtschaftlichen Ergebnis zu spüren sein.

Nehmen Sie an unserer aktuellen Umfrage teil:

Vielen Dank für Ihre Teilnahme!
Hier der aktuelle Zwischenstand unserer Umfrage:

Hat ein autoritärer Führungsstil ausgedient?

Führen Sie Ihre Mitarbeiter autoritär?

Nein: 54.84 %
Ja: 45.16 %

Zum Ergebnis unserer Umfrage: Sind Teilzeitmodelle der Schlüssel zum Erfolg, um Mitarbeiter zu finden und zu binden?

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